Schöne Linde Schwifting e.V.

Schützenheim

Seit 19.10.2010 hat unser Verein seine neuen Vereinsräume im 1. Stock des Bürgerhauses in der Ortsmitte von Schwifting. Wir schießen dort auf neun elektronischen Anlagen der Fa. DISAG und einem elektrischen Zugstand. Wir verfügen damit über eines der modernsten Schützenheime des Schützengaues Landsberg.

Jugend

Schon immer setzten wir auf eine starke Jugendarbeit. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten und die neue Schießanlage haben der Jugendabteilung einen starken Zulauf beschert. Trainiert wird jeweils freitags und montags von 18.00 – 19.30 Uhr. Zu unserer Jugendgruppe gehören z.Zt. 20 – 25 aktive Jungschützen, von denen sich die Besten jedes Jahr bis hin zu den deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Wir suchen immer interessierte Jugendliche ab 10 Jahren, unsere Jugendleiter Stephan und Katharina Pompe sowie Matthias Duchon freuen sich über jeden, der mitmachen will.

Schiessbetrieb

Wir treffen uns von September bis April jeden Freitag zu unserem wöchentlichen Schießabend, an dem die leistungsorientierteren Schützen in abgestuften Klassen im Bundesligamodus gegeneinander antreten, aber auch einfach ohne jeden Leistungsdruck der Lust an Schießen nachgegangen werden kann. Für die Jugend besteht eine weitere Trainingszeit am Montag, die Wettkampfmannschaften trainieren nach Verabredung. An den Rundenwettkämpfen des Gaues Landsberg nehmen wir z.Z. mit 6 Mannschaften teil (2x Erw LG, 2x Erw LP, 2x Jgd gemischt).

Schieß-/Trainingstermine:
Fr. 18.00 Uhr Jugend
Fr. ab 19.30 Erwachsene
Mo. ab 18.00 Jugend

Kontakt

Chronik

Im November 1905 fanden sich in der Gastwirtschaft Höfler in Schwifting die Bürger Wendelin Huber – Ökonom, Heinrich Büttner – Lehrer, Johann Häckl –Forstwart, Georg Kiening – Schmiedemeister, Johann Sedlmayr – Schneidermeister, Rudolf Lindner – Ökonom, Otto Michl – Gestütswärter, Pankratius Nebel – Pfarrer, Josef Oberberger – Hilfslehrer, Leonhard Premauer – Ökonom aus Schwifting und die Bürger Josef Drexl – Ökonom, Pankraz Welzmiller – Schmiedemeister aus Reisch zusammen, um einen Schützenverein zu gründen. Als 1. Schützenmeister wählten die 12 Gründungsmitglieder Herrn Johann Häckl zum Schriftführer, als Kassier ernannten sie Herrn Heinrich Büttner. Der Verein führte den Namen „Zimmerstutzengesellschaft“. Nach der Versetzung des Herrn Häckl 1908 übernahm der Schmiedemeister Georg Kiening das Schützenmeisteramt, welches er bis zu seinem Tode am 8. Februar 1953 inne hatte.

Ihm ist auch der Erhalt unserer prachtvollen Schützenkette zu verdanken.

Als nach dem Ende des zweiten Weltkrieges alles drunter und drüber ging und die Soldaten der Besatzungsmächte jeden Winkel nach Wertsachen absuchten, legte er die Schützenkette in eine Blechdose, verlötete diese und versteckte sie unter einer Fußbodendiele unter seinem Bett. Erst nachdem die Zeiten ruhiger geworden waren, holte er diese wieder wohlbehalten hervor.

Der Schullehrer Heinrich Büttner war Schriftführer und Kassier bis zu
seinem Tode am 23.07.1940. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir äußerst genaue Aufzeichnungen aus den Gründerjahren in unseren Händen halten.

Büttner schreibt weiter: „Ein Gewehr hat immerhin auch gewissermaßen einen militärischen Anstrich. So kam es, dass der militärische Geist auch hin und wieder unsrem alten Mitglied Josef Drexl aus Reisch in die Glieder fuhr und er sich von einem anderen Schützen abexerzieren ließ. Mit größter Spannung harrte er der Befehle und streikte auch dann nicht, wenn er beim Kommando „Hinlegen-Aufstehen“ beinahe den Atem verlor oder bei einem schneidigen Gewehrgriff sich die Hände zerschund oder gar bei einem verfehlten Fanggriff das Gewehr seinen Händen entfiel.

Im Jahre 1922 wurde Heinrich Büttner wegen seiner Verdienste für das Schützenwesen mit dem Prinz-Alfons-Erinnerungszeichen geehrt. Weiter schreibt Büttner wörtlich: „Die Hauptveranstaltung in unserer Schützengesellschaft bildete das 20-jährige Jubiläumsschießen in der Zeit vom 3. mit 11.Juli 1925 im Saale des Gasthauses Höfler. Das Schießen war offen für alle Schützen. Es beteiligten sich 44 einheimische und 110 auswärtige Schützen. Geschossen wurde auf Meister-, Punkt- und Festscheibe, auf letzterer wurden die von den Gönnern und Freunden gestifteten 114 Ehrengaben ausgeschossen. Die meisten Ehrengaben konnte Schützenbruder August Popp von hier zur Verfügung stellen, nämlich 30 an der Zahl. Leider waren die Witterungsverhältnisse während der Veranstaltung sehr misslich, auch streikte einige Male die Elektrobeleuchtung zufolge gewittriger Einflüsse, aber der Schützengeist und Schützenhumor halfen über diese Missstände hinweg.“

Weiter schreibt Büttner: “Zur Erinnerung an das Jubiläumsschießen ließ die Zimmerstutzengesellschaft von dem akademischen Malerschüler Mutter in Geretshausen eine ölgemalte Scheibe herstellen, auf welcher gut erkennbar die Gründungsmitglieder Büttner, Kiening und Sedlmayr dargestellt sind. Diese Scheibe kostete acht Reichsmark. Weiter ist von diesem Schießen eine Hutnadel vorhanden.“

Einen klingenden Erfolg brachte das Jubiläumsschießen, der Reinerlös betrug 736 Mark. Im gleichen jahr ließ die Vorstandschaft die heute noch existierende Schützenkette für den Preis von 152,35 Reichsmark beim Goldschmied Andreas Huber in Landsberg anfertigen. An der Finninger Straße erbaute die Schützengesellschaft einen Schießstand bei der heute verfüllten Kiesgrube. Hier fand am 5.Mai 1929 das erste Kleinkaliberschießen statt, leider sind hiervon keine Aufzeichnungen vorhanden.

Das Gebäude verfiel während und nach dem 2. Weltkrieg und musste abgebrochen werden. Dabei verunglückte Andreas Wendl aus Schwifting am 4. August 1954 tödlich.

Zurück zum Jahre 1930, damals fiel das 25-jährige Vereinsjubiläum in die Zeit der Weltwirtschaftskrise, von einem Preisschießen wurde wegen der allgemeinen Not Abstand genommen.

Schützenmeister Georg Kiening führte an den Schießabenden ein strenges Regiment. So durfte mit dem Kartenspielen nicht begonnen werden, bevor die verlangten Pflichtschüsse abgegeben waren. Eine besondere Ehre war für ihn die Berufung zum 2. Schützenmeister des Schützengaues Landsberg im Jahr 1930 und die Erringung des Titels “Gauschützenkönig” im Jahr 1932.

Der 2. Weltkrieg unterbrach das aktive Vereinsleben. Nach den Wirren der Nachkriegszeit lud Peter Schmid die Schützen am 22.11.1952 zu einer Aussprache ein. Es wurde beschlossen, den Schießbetrieb im Gasthaus Höfler wieder aufzunehmen. Fritz Auernheimer wurde zum Schützenmeister gewählt. Ab 1953 wurde das Schießlokal in das Gasthaus Schaller verlegt. 1953 übernahm Peter Schmid das Amt des Schützenmeisters.

Das 50-jährige Jubilaumsschießen wurde mit dem Gauschießen verbunden, es fand vom 02. bis 10.07.1955 im Garten vom Gasthaus Schaller statt.

Es beteiligten sich 176 Schützen aus dem Sportschützengau Landsberg. Ab 1955/56 wurde wechselweise in den Gasthäusern „Schaller“ und “Neue Welt“ geschossen. Von 1958 bis 1962 fungierte Georg Geiger als Schützenmeister. Das 60-jährige Gründungsjubiläum wurde mit einem vereinsinternen Preisschießen im Garten der Gastwirtschaft „Neue Welt“ gefeiert. Vom 03. bis 11.07.1965 wurde an 4 Scheibenzugständen von der alten Kegelbahn aus in den Garten geschossen.

Adolf Hackenberg war in dieser Zeit der verantwortliche Schützenmeister. 1974 nahm erstmals eine Luftgewehrmannschaft an den Rundenwettkämpfen beim Sportschützengau Landsberg teil.

Ein denkwürdiges Ereignis in der Vereinsgeschichte war das 70-jährige Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe unter Schützenmeister Michael Wagner.

Da auch der “Veteranen- und Soldatenverein Schwifting-Reisch” und die “Freiwillige Feuerwehr Schwifting” auf ein 100-jähriges Vereinsjubiläum zurückblicken konnten, wurde beschlossen, vom 28.05. bis 02.06.1975 eine Festwoche abzuhalten. Als Patenverein stellten sich die „Königs-schützen Penzing“ zur Verfügung. Am Festzug beteiligten sich über 70 Vereine und Musikkapellen. Die Festwoche war ein voller Erfolg, der nur durch die vielen freiwilligen Helfer zustande kam.

1975 wählten die Mitglieder Michael Geiger zum 1. Schützenmeister.

1976 trat die Vorstandschaft unseres Nachbarvereins „Windachtal Finning“ an ihn mit der Bitte heran, dass er mit seinem Verein für ihre Fahnenweihe die Patenschaft übernehmen möge. Nach Absprache der beiden Schützenmeister erfolgte dann am 27.03.1976 im alten Schulhaus ein Patenbitten. Diese Veranstaltung ließ den Brauch des Patenbittens in unserer Gegend wieder aufleben. Die “Windachtaler” hielten ihre Fahnenweihe am 30.05.1976 ab.

1977 wurde das alte Schulhaus umgebaut. Für die komplette Innenausstattung des Raumes sorgte der Schützenverein unter Schützenmeister Michael Geiger. Bürgermeister Michael Kaindl stiftete zur Eröffnung des Schießstandes eine Scheibe, die von Georg Kiening gewonnen wurde. Die Einweihungsfeier war am 11.12.1977. Die Bewirtung übernahm anfangs der Schützenverein unter der Leitung von Ludwig Weigert.

Im gleichen Jahr stiftete das Ehrenmitglied Josef Thalmeier eine Königskette für die Jungschützen.

1978 errang die erst 15-jährige Sonja Sedlmayr beim Gauschießen in Stoffen den Titel “Gaujugendkönig”. Beim Gauschießen in Weil wurde der jungschütze Wolfgang Dürr 1980 ebenfalls Gaujugendkönig. Die Damenmannschaft mit Lisa Pompe, Elfriede Ritzl und Adelheid Brunnhuber wurde in München-Hochbrück “Oberbayrischer Mannschaftsmeister”.

1984 wurde die Damenmannschaft mit Adelheid Brunnhuber, Sonja Sedlmayr und Elfriede Ritzl Landessieger in München-Hochbrück.

Sonja Sedlmayr, Sigrid Lang und Silvia Sperber starteten für die “Königschützen Penzing“ und gewannen die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Jugendklasse Luftgewehrdreistellungskampf.

Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens unserer Schützengesellschaft wurde ein vereinsinternes Preisschießen veranstaltet, Karl Hartmann gewann die Jubiläumsscheibe.

Das 80-jährige Gründungsjubiläum wurde am 01.06.1985 in unserem Schützenheim gefeiert.

Zu diesem Festabend waren neben den Vorständen der vier örtlichen Vereine auch die Vorstände und Fahnenabordnungen der Königsschützen Penzing, Windachtal Finning, Gut Ziel Reisch und der Soldaten- und Kriegerverein Schwifting-Reisch geladen. Zu Ehren der verstorbenen Kameraden wohnten die Vereinsmitglieder mit Ihren Gästen vorher einer Hl. Messebei, die von H. H. Studienrat Adelhelm Bals zelebriert wurde.

Wolfgang Pompe war für dieses Gründungsjubiläum als 1. Schützenmeister verantwortlich. Im Rahmen des Festabends stand Herr Erwin Pavel im Mittelpunkt. Gauschützenmeister Mitterhuber überreichte ihm für seine großen Verdienste um das Schützenwesen das große Protektoratszeichen in Gold. Für seine langjährige Tätigkeit als Schrift- und Chronikführer und Kassier ernannte ihn der Schützenmeister im Namen des Vereins zum Ehrenmitglied. Weiter wurde ein vereinsinternes Jubiläumsschießen durchgeführt. Die handgemalte Jubiläumsscheibe gewann Adolf Kreuzer. 1986 gewann die Damenmannschaft Sonja Sedlmayr, Elfriede Ritzl und Gabi Kuffer den Wanderpokal vom Bayerischen Sportschützenbund zum dritten Mal in Folge, wodurch er in den Besitz des Vereins überging.

Sie wurden Bayerischer Damenmeister.

Am 10. Oktober 1986 wurde anlässlich des 50. Geburtstages von Georg Kiening die gestiftete Schützenscheibe ausgeschossen. Gewonnen wurde diese vom 1. Jugendsportwart Helmut Frank. 1986 wurde die Idee von Schützenmeister Wolfgang Pompe, alljährlich einen Pokal der Verwaltungsgemeinschaft Pürgen auszuschießen, verwirklicht. Die Schützenmeister von den “Bergschützen“ Hofstetten, „Edelweiss“ Stoffen, „Fröhlich“ Lengenfeld, “Waldeslust” Ummendorf, “Gut Schuss“ Pürgen, “Teil” Hagenheim und “Schützenheil” Pürgen beschlossen als Modus die Blattlwertung. Das 1. Pokalschießen wurde von unserem Verein ausgerichtet und die Trophäe auf Anhieb gewonnen.

Ein Theaterstück bereicherte 1977 die Weihnachtsfeier der Schwiftinger Schützen.

Den Einakter, geschrieben von Raimund Sedlmayr mit dem Titel „Unterricht“, führten Mitglieder des Schützenvereins auf und ließen dadurch die Tradition in Schwifting Theater zu spielen, wieder aufleben.

1987 wählten die Mitglieder Herrn Karl Hartmann zum 1. Schützenmeister.

Der VG-Wanderpokal blieb 1989 für ein Jahr im Schwiftinger Schützenheim.

Herr Pankraz Ritzl sen. stiftete zu seinem 75. Geburtstag eine von Frau Aichinger gemalte Geburtstagsscheibe, die Hans Peter Happach gewann.

Bei der Weihnachtsfeier am 22. Dezember 1990 konnte Schützenmeister Karl Hartmann, Herrn Adolf Hackenberg für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernennen. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums stiftete das neue Ehrenmitglied eine Schützenscheibe, auf welcher unser Wahrzeichen, die “Schöne Linde“ und ein Teil der Mitglieder zu sehen sind. Der Schützenball wurde wegen der Kriegswirren am Golf abgesagt.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier am 21. Dezember 1991 wurde Michael Geiger zum Ehrenmitglied ernannt. In seinem Wirken als Schützenmeister wurde das alte Schulhaus unter seiner Anleitung zum Schützenheim umgebaut. Der gesamte Innenausbau wurde mit Hilfe der Schützenkollegen in seiner Werkstatt angefertigt und im Schützenheim eingebaut. Von ihm stammte auch die Idee der Wiedereinführung des Patenbittens in unserer Gegend.

1993 fertigte der Schützenmeister Karl Hartmann eine ausführliche Darstellung der Schützengesellschaft “Schöne Linde” Schwifting für die Chronik des Schützengaues Landsberg am Lech.

Am 5. September 1993 gabes für uns einen in der Vereinsgeschichte einmaligen Grund zum Feiern. Unser Sportschütze Wolfgang Pompe erzielte auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück den Titel „Deutscher Meister“ Luftgewehr Altersklasse.

Die Schützen und Vertreter der Gemeinde ließen den großen Meister an seinem Haus mit der Pferdekutsche und der Entrachinger Musikkapelle abholen. In einem Festzug ging es zum Schützenheim. Nach ehrenden Worten vom 1. Schützenmeister Karl Hartmann und vom 2. Bürgermeister Georg Schaller erzählte der Deutsche Meister mit bewegten Worten, wie er zu dieser Leistungkam.

Bei den Neuwahlen im September 1993 stellte sich erstmals ein weibliches Vereinsmitglied als 1. Schützenmeister zur Verfügung. Mit großer Mehrheit wurde Lisa Pompe das Vertrauen geschenkt. Den VG-Pokal konnte sie gleich nach zweimaligem Gewinn endgültig mit ins Schwiftinger Schützenheim nehmen. Die Königswürde 1993 / 1994 erreichten Frau Rosi Zimmermann in der Schützenklasse und ihr Sohn Roland in der Jugendklasse. Einen weiteren Titel konnte Wolfgang Pompe 1994 in München-Hochbrück erringen. Er wurde „Bayerischer Meister“ im Kleinkaliber 100 m in der Altersklasse.

Am 06.05.1994 wurden zwei Hochzeitsscheiben ausgeschossen. Die Hochzeitsscheibe von Bürgermeister Brandmeir mit Frau Irmgard ging an Marianne Frank und die Hochzeitscheibe von Thomas Morenweiser mit Frau Magdalena gewann Gertrud Schmid. Bei der bayerischen Versehrtenmeisterschaft 1994 erreichte Renate Gießwein den 2. Platz. Beim VG-Schießen 1994 in unserem Schützenheim beteiligten sich 54 Schwiftinger Schützen. Der neue Wanderpokal, wiederum von der Verwaltungsgemeinschaft gestiftet, wurde auf Anhieb von den Schwiftinger Schützen gewonnen.

Am Sonntag, den 30.Juli unternahm der Verein bei strahlendem Wetter einen Ausflug in die Heimat unseres Chronikführers Adalbert Kotz. Er hatte die Fahrtstrecke in das Voralpenland über Miesbach zum Spitzingsee und Schliersee zur Freude aller Teilnahmer hervorragend geplant.

Das 90-jährige Vereinsjubiläum begann am Samstag, den 09.09.1995 mit einem Weinfest und wurde am Sonntag mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Neuner und Festzug zum Kriegerdenkmal mit Totenehrung, fortgesetzt.

Begleitet wurde der Zug von der Windacher Blaskapelle und den Böllerschützen aus Denklingen. Die Festansprache hielt die Schützenmeisterin, der Chronikführer ließ die 90-jährige Vereinsgeschichte Revue passieren. Mit einem vereinsinternen Schießen im Novemberfand dasjubiläum sein Ende.

Am 28.09.1997 feierte der Schützengau Landsberg sein 75-jähriges Bestehen. Mit den 62 Vereinen beteiligte sich auch unsere Fahnenabordnung mit der Vorstandschaft an der Feier. Im Rahmen der Weihnachtsfeier verlieh die Schützenmeisterin Herrn Karl Hartmann und Herrn Ludwig Weigert für ihre Verdienste um das Schützenwesen im Namen der Vorstandschaft die Ehrenmitgliedschaft.

Am 20.04.1999 verlor unser Verein durch einen Verkehrsunfall die erfolgreiche Jungschützin Ursula Raith. Mit den Vereinsmitgliedern trauerte die gesamte Dorfgemeinschaft um das liebenswerte Mädchen.

Das 46. Gauschießen richtete die “Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft” Landsberg im Mai 2000 in der Eissporthalle in Landsberg aus. Mit einem 2,4 Teiler errang die 1. Schutzenmeisterin Lisa Pompe den Titel des Gauschützenkönigs und nahm als Preis einen Motorroller in Empfang. Einige Monate später wurde ihr Ehemann Wolfgang Pompe beim Oktoberfestschießen in München 2. Landesschützenkonig.

Unsere Nachwuchsschützen gewannen die von Vertretern des Schützengaues Landsberg, Herrn Gustav-Dahm Luftgewehr-Dreistellung- und Herrn Josef Gigler gestifteten Pokale.

Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte wurde am 27. April 2001 unter der Leitung des Sportleiters Richard Schaller ein Vereineschießen veranstaltet. Den von Bürgermeister Benedikt Brandmeir gestifteten Wanderpokal gewann von den 22 angetretenen Gruppen der Pfarrgemeinderat.

Das 49. Gauschießen mit Standartenweihe für den Sportschützengau Landsberg richteten 2003 die Singoldschützen in Schwabmühlhausen aus. Als Fahnenmutter stellte sich unsere Schützenmeisterin und Damenleiterin des Gaues Landsberg Lisa Pompe zur Verfügung. Unserejungschützin Andrea Knie trat bei diesem Gauschießen erstmals groß in Erscheinung. Die frischgebackene Ober-bayerische Jugendmeisterin erzielte im Wettbewerb Meisterprämie 4 mal 100 und einmal 99 Ringe. Mit dem Gesamtergebnis von 499 Ringen platzierte sie sich vor dem gesamten Teilnehmerfeld. Das Finale der Jugend gewann sie ebenfalls.

An dieser Stelle muss unser langjähriger Jugendleiter Helmut Frank erwähnt werden.

Durch sein Einfühlungsvermögen im Umgang mit der Schützenjugend konnten in unserem Verein herausragende Talente entdeckt und von ihm gefördert werden.

Bei diesem Gauschießen reifte in unserer Vorstandschaft der Entschluss, anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsjubiläums, in Schwifting ein Gauschießen auszurichten. In einer außerordentlich einberufenen Mitgliederversammlung am 23.Juli 2003 stimmten 45 von 49 anwesenden Mitgliedern für die Ausrichtung der Veranstaltung, vier Mitglieder stimmten dagegen.

Chronikfuhrer Adalbert Kotz,
Schriftführerin Edeltraud Schaller
Chronik aus dem Jahr 2005